Ist Mediation ein Thema für Existenzgründer?

Heute Nachmittag rief mich eine Journalistin eines bekannten Gründermagazins an und erkundigte sich, ob Mediation eigentlich aus meiner Sicht ein Thema für Existenzgründer sei. Sie wäre auf mich gestoßen, da ich dies auf meiner Homepage anbiete.


Meiner Ansicht nach ist Mediation im Zusammenhang mit einer Existenzgründung in folgenden Konstellationen sehr nützlich und sinnvoll:

  1. Lösung bereits bestehender Konflikte :
    • im Gründerteam, damit nicht durch den Konflikt das gesamte Vorhaben scheitert
    • zwischen dem Gründer und seinem dem Ehe- oder Lebenspartner, denn eine Gründung bedeutet schließlich mächtig viel Veränderung auch im Privatleben
  2. Konfliktprävention in Form von Klärungsgesprächen
  • zwischen dem Existenzgründer und dessen Ehe- oder Lebenspartner
  • vor allem in einem Gründerteam: hier ist ein “Klärungsgespräch” ganz am Anfang – solange die Sonne noch scheint und die (Anfangs-)Euphorie trägt – sehr sinnvoll; dies kann eine Mediatorin oder ein Mediator leiten und dafür sorgen, dass Klarheit zwischen allen Beteiligten entsteht, bevor das Schiff in See sticht und dort schlimmstenfalls im Sturm untergeht.

Was bei Mediationen im Zusammenhang mit der Gründung oder Klärungsgesprächen aus meiner Sicht wichtig ist:

  • Klärungsgespräche können bei der Teamgründung nicht den Gesellschaftsvertrag (in vielen Fällen ein einfacher GbR-Vertrag) ersetzen, ergänzen ihn aber sehr sinnvoll und bereiten ihn unter Umständen sogar vor
  • Klärungsgespräche sollten so früh wie möglich geführt werden – ihr Ergebnis kann nämlich auch sein, dass es doch sehr unterschiedliche Pläne und Sichtweisen gibt und nun eine gemeinsame Lösung entwickelt werden muss

Klärungsgespräche müssen weder besonders lange dauern, noch teuer sein. Dies ist letztlich mit der ausgewählten Mediatorin oder dem ausgewählten Mediator zu besprechen. Hilfreich ist es, wenn die Mediatorin oder der Mediator über eigene Gründungserfahrung verfügt und die Gründungssituation nachvollziehen kann – vor dem Hintergrund ist sie oder er auch eher in der Lage, den Preis und die Dauer  ”gründergerecht” zu gestalten. Und 1000 Euro Tagessatz sind für die meisten Gründer sicher kein bezahlbarer Preis.

Aus diesem Grund habe ich auch spezielle Angebote für Existenzgründer entwickelt. Anschauen können Sie diese auf Was-Gründer-Wollen.de

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