Nov 1, 2011 - Bilder & Geschichten    No Comments

Die Mogelpackung

Auf einer Netzwerkveranstaltung für Existenzgründer kam neulich eine Dame auf mich zu, um sich bei mir zu bedanken. Im ersten Moment war ich ein wenig verwirrt. Wir waren uns bislang in einem von mir moderierten Gründerworkshop im letzten Jahr begegnet, hatten ansonsten allerdings nicht viel miteinander zu tun.

“Sie haben mir damals gesagt, ich sei eine Mogelpackung!”

“Ich habe bitte was getan???”

- An dem Punkt muss ich gestehen war ich richtig verwirrt und konnte mir auch nicht vorstellen, so etwas einfach so bei einer ersten Begegnung gesagt zu haben. -

“Ja, ich habe in der Runde ein bisschen erzählt, was ich in der Selbständigkeit so vor hab und Sie haben sich meinen Flyer angeguckt und mir gesagt, dass ich und der Flyer gar nicht zusammen passen. Das nicht drin ist, was drauf steht. Dass ich was ganz anderes tun will, als ich die Welt mit meinem Flyer glauben mache.”

Bei mir kehrte langsam die Erinnerung wieder: “Ach ja, stimmt, ich kann mich daran erinnern, dass ich Sie als jemanden mit ganz viel Power wahrgenommen habe und in den Flyer standen lauter langweilige und untergeordnete Dienstleistungen. Das hat für mich einfach nicht gepasst. Aber Mogelpackung hab ich nicht gesagt, oder?”

“Nicht direkt, aber mit dem, was Sie gesagt haben, haben Sie bei mir etwas ausgelöst. Ich bin schon, auch wenn das Feilen an meinem Profil und meiner Entwicklung noch nicht fertig ist, einen ganzen Schritt weiter. Dafür möchte ich mich bedanken. Sie hatten recht und gut, dass Sie es gesagt haben.”

Ich kann Euch sagen, dass ist ein echt tolles Gefühl, etwas bei jemandem ausgelöst zu haben, dass er wirklich gut findet. Für mich heißt das, dass ich solche Beobachtungen und Eindrücke weiterhin möglichst klar mitteile, sofern ich das Gefühl habe, ich kann es meinem Gegenüber auch so sagen.

Mitgedacht – und voll gepunktet!

Oder: ein wunderbares Beispiel für Kundenorientierung und Konfliktprävention!

Nachdem mein Büroregal aus allen Nähten platzt, habe ich mich nach Erweiterungen bzw. Aufstockmöglichkeiten für das Regal umgeschaut und bin auch bei einem Anbieter im Internet fündig geworden.

Dort habe ich die benötigten Erweiterungen für die Aufstockung auch gleich bestellt. Nicht ganz eine Stunde nach meiner Bestellung klingelt mein Telefon. Ein freundlicher Mitarbeiter erklärt mir, dass ich ja gerade Einzelteile für ein Regalsystem bestellt habe. Er hätte in seinen Unterlagen gesehen, dass ich das Regal selbst nie bei ihnen bestellt habe. Er wollte deshalb kurz nachfragen, ob ich denn das passende Regal dazu schon habe, denn sonst könnte ich mit den Einzelteilen nichts anfangen und es wäre doch schade, wenn sie mir etwas liefern würden, was ich nicht brauchen kann.

Ich habe ihm erklärt, dass mir völlig klar ist, was genau ich bestellt hab und dass ich auch das zugehörige Regal schon habe. “Alles klar, dann bekommen Sie die Teile in zwei bis drei Tagen.”

Super Service, oder? Beide Daumen hoch für’s Mitdenken und kurz mit dem Kunden sprechen, um Enttäuschungen (und Ärger/Kosten) zu vermeiden.

Ach ja, das Unternehmen, dass bei mir so positiv gepunktet hat ist memo.de

Vortragen & Präsentieren: “Das Reden kommt zuletzt.”

Vorträge und Präsentationen zu erstellen ist das eine, sie tatsächlich zu halten, das andere.

Für viele Menschen, liegt gerade im zweiten Teil die eigentliche Herausforderung. Vor anderen frei sprechen, aushalten, dass alle Blicke auf einen gerichtet sind und die Sorge, Unsinn zu erzählen oder sich lächerlich zu machen.

Vortragen kann man üben, wie auch das Beispiel von Pat Johnson*, internationale Präsidentin der Toastmasters, zeigt. Hier können Sie den Artikel dazu im Hamburger Abendblatt lesen.

Was ich aus meiner Erfahrung unterstreichen kann:

  • Vortragen kann man üben.
  • Übung gibt mehr Sicherheit.
  • Konstruktives Feedback hilft (bitte keine zu nahe stehende Person).
  • Auf schwierige Situationen, z.B. unangenehme Publikumsfragen, Störungen etc. kann man sich vorbereiten.
  • Wichtiger als ein perfekter Vortrag ist ein authentischer Vortrag
  • Vorträge gelingen dann besonders gut, wenn man das Publikum in den Mittelpunkt stellt und z.B. mit Geschichten, die Emotionen beim Publikum weckt.

(*Von ihr stammt auch das Zitat in der Überschrift.)

Mein Aufreger des Tages oder: Das kann sich der Kunde ja denken!

Neulich rief ich für einen Kunden bei einer Hotline eines großen Mobilfunkanbieters an, um etwas zu seinem Vertrag zu klären. Der Mitarbeiter, mit dem ich nach einer gefühlten Ewigkeit in der kostenpflichtigen Kundenhotline sprechen durfte, teilte mir mit, dass für derartige Fragen die Fachabteilung zuständig sei.

Er notierte meine Nummer und Erreichbarkeit und versicherte mit, dass mich gleich am nächsten Tag jemand aus dieser Abteilung zurückrufen werde.

Gut, ich habe abgewartet. Nichts geschah.

Zwei Tage später rief ich noch einmal bei der (kostenpflichtigen!) Kundenhotline an, um nachzufragen, wo denn mein Rückruf bleibt. Moment, da müsse er mal im System nachschauen, so der Hotline-Mitarbeiter.

“Ah, jetzt hab ich’s. Die Bitte ist an die Fachabteilung weitergeleitet worden und die haben im System eingetragen, dass sie nicht zurückrufen. Eine Klärung geht nur auf dem schriftlichen Weg.”

“…?!”

Praktisches: doppelte Schatten bei Keynote-Diagrammen entfernen

Neulich wollte ich in Keynote ein schönes Kreisdiagramm erstellen, um die Verteilung einer Gesamtmenge anschaulich zu machen. Zunächst lief alles wunderbar und ich war mit dem Ergebnis ganz zufrieden bis auf eine Kleinigkeit: die Beschriftung war mit einem Schatten hinterlegt.

Der Schatten hat die Lesbarkeit beeinträchtigt, also musste der Schatten weg. Wie immer bei Keynote habe ich die Textkästen ausgewählt und dann auf der Menüleiste das Häkchen bei “Schatten” entfernt.

Danach hatte ich zwar weniger Schatten, aber nicht gar keinen Schatten. Wie eine Wilde habe ich gesucht – in den Menüs, im Handbuch und im Internet. Alles was ich fand war der Vorschlag eines Work-Arounds (alle Beschriftungen entfernen und von Hand neu erstellen).

Mein Liebster stieß schließlich auf diese Seite, die das Rätsel lösen konnte.Wer beide Schatten der Diagrammbeschriftung von Keynote (oder auch Numbers) entfernen möchte, muss 

  1. das entsprechende Textfeld wählen
  2. unter “Informationen” auf den Bereich “Grafik” und dort den Haken bei“Schattenwurf” entfernen
  3. und oben im Menü auf “Schriften” klicken; das sich öffnende Pop-Up jetzt in die Breite ziehen und dort die Schaltfläche Schatten (ein mit einem Schatten hinterlegtes “T”) deaktivieren.

Fertig! Danke an die Apple Support Community!

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