Die zehn Gebote der Mediation

Die Zehn Gebote des Mediators.

Du, der du es auf dich genommen hast, Frieden zu stiften zwischen den Menschen, höre die Botschaft und folge ihr, auf dass dir Erfolg beschieden sei:

  1. Du sollst deinen Medianden zuhören.
  2. Du sollst nicht einschlafen während deiner Verfahren.
  3. Du sollst nicht deine eigenen Probleme auf deine Medianden verlagern.
  4. Du sollst nicht konkurrieren mit den Schiedsämtern und Gütestellen, sondern selbst an ihre Stelle treten.
  5. Du sollst nicht begehren deines Nächsten Medianden, sie sollen freiwillig zu dir kommen.
  6. Du sollst eine ordentliche Rechnung schreiben und auch nicht vergessen die Mehrwertsteuer.
  7. Du sollst durch die Welt gehen und von deinen guten Taten berichten. Dafür sollst du nutzen die Zeitungen, die Zeitschriften, den Rundfunk und die Fachkongresse.
  8. Du sollst eine gute Haftpflichtversicherung abschließen.
  9. Du sollst aus den Fehlern anderer lernen.
  10. Du sollst auch die Gesetze achten.”

(aus: MEDIATIO, Selten so gelacht, Mario H. Kraus – den Beitrag finden Sie hier)

Wenn es inzwischen schon Witze über Mediatoren gibt, dann scheint das Verfahren ja langsam auch hier anzukommen. Oder was meinen Sie?

Ist bei Ihnen im Unternehmen Mediation auch “state of the art”?


Deutsche Unternehmen entdecken die Mediation, so betitelte die Financial Times Deutschland vorgestern einen Artikel. Weiter heißt es “Mediation galt hierzulande lange als Kuschelpädagogik. Doch internationaler Druck zwingt deutsche Firmen zum Umdenken.” (Financial Times Deutschland, 14.04.2010).


Mediation hat in der Tat nichts mit Kuschelpädagogik zu tun, wenn sie professionell durchgeführt wird. Es ist vielmehr ein sachliches und klar strukturiertes Verfahren zur effektiven und vertraulichen Konfliktlösung.


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Was bietet Mediation – und was nicht?

Was Ihnen Mediation bietet:
  1. Kommen Sie (wieder) miteinander ins Gespräch.
  2. Machen Sie Ihre Sichtweise klar.
  3. Werden Sie gehört.
  4. Erforschen Sie Ihre Bedürfnisse und Interessen.
  5. Werden Sie verstanden.
  6. Hören und verstehen Sie Ihren Gegenüber.
  7. Finden Sie gemeinsam eine Lösung auf Augenhöhe.
  8. Die Lösung, zu der Sie “Ja” sagen können, berücksichtigt all Ihre Interessen.
  9. Bewahren Sie für Sie wichtige Beziehungen.
  10. Lernen Sie eine neue Form, mit Konflikten umzugehen.
  11. Entlasten Sie sich und bekommen Sie den Kopf wieder frei.

Was Ihnen Mediation nicht bietet:

  1. Eine Streitentscheidung durch einen neutralen Dritten.
  2. Die Möglichkeit zu überreden oder zu überrumpeln.
  3. Die Durchsetzung Ihrer Interessen mit Macht oder Zwang.
  4. Externe Beratung bei einem Konflikt (das wäre eher Konfliktcoaching).
  5. Die Möglichkeit eine von Ihnen vorformulierte Lösung durch den anderen einfach “unterschreiben” zu lassen.
  6. Rechtliche Beratung durch den Mediator oder die Mediatorin.
  7. Ein strategisches Vorgehen, um eigene Interessen durchzusetzen.
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